P-420 G Minichef von OUTDOORCHEF

 

Der schweizer Grillhersteller Outdoorchef (kurz ODC) hat,pünktlich zur Grillsaison 2016 einen neuen Gasgrill herausgebracht.
An sich nichts wirklich besonderes, so bringt doch eigentlich jeder Hersteller irgendwelche neuen Modelle heraus.
In diesem Fall aber handelt es sich um einen wirkliche Besonderheit über die ich berichten möchte.

 

Ich hatte die Gelegenheit den Grill ausgiebig zu testen und möchte auch einige Details, Vor- sowie Nachteile aufzeigen.

 

Anmerkung: das Gerät gibt es auch in einer Elektro-Variante ... mehr dazu unten im Fazit :-)

 

Viel Spass beim Lesen!

 

 

Der neue OUTDOORCHEF P-420 MINICHEF ist ein tragbarer Grill mit kleinen Maßen aber durchaus vorzeigbarer Leistung, gepaart mit idealen Möglichkeiten der direkten und indirekten Zubereitung von Speisen.

 

Mit angebauten Seitenablagen hat er die Maße von: H 43 × B 78 × T 53 (cm) und gehört damit zur Klasse der transportablen Grillsysteme.

 

Der Grill ist an allen Teilen, die irgendwie mit Hitze und Lebensmittel in Berührung kommen, emailliert.
Das macht die Reinigung des eigentlichen Kessels, des Deckels, des Trichtersystems, ja sogar des Brenners, recht einfach.

 

Die Bedienfront mit Gasregler und Piezo-Zündung ist aus lackiertem Stahlblech, die Beine sind aus nylonverstärktem Kunststoff und sehr massiv, aber trotzdem leicht, gehalten.

 


 

Mit gerade einmal 12 Kilo Gesamtgewicht (ohne Gasflasche natürlich) fällt der Transport im wahrsten Sinne des Wortes "leicht" aus!


 


 

Wer es noch Kompakter möchte kann die Seitenablagen einfach weglassen, somit schrumpft die Breite des Grills noch einmal gewaltig auf ein tatsächliches Stellmaß der Füße von
B 43 x T 46 cm.
Damit findet er auch auf jedem kleineren Garten- bzw. Balkontisch bequem Platz um sicher in Betrieb gehen zu können.Die Rosthöhe ist mit ca. 30 cm angenehm hoch, ich hatte ihn auf zwei Bierkisten stehen und so war ein Rückenfreundliches Bedienen möglich.

 

 

Die beiden, oben bereits erwähnten, Seitenablagen sind aus stabilem Kunststoff gefertigt und werden einfach in, eine dafür vorgesehene Halterung, eingeschoben.
Somit ist eine individuelle Nutzung schnell und einfach möglich.Zur Belastung der Ablagen habe ich keine Angaben des Herstellers gefunden, sie sind aber wirklich stabil gefertigt, "grilltypische" Dinge wie Teller mit Grillgut, Zange, Bürste oder Bierflasche (wer sein Bier gerne warm trinkt ;-) ) sind absolut kein Problem.Beim Test des Grills wurden die Seitenablagen im Bereich des eigentlichen Kessels sehr warm.
Das Material wurde aber nicht weich, auch eine Deformierung bzw. Blasenbildung oder ähnliches habe ich nicht feststellen müssen.Ich bin gespannt wie sich die Seitenablagen im "Dauereinsatz" verhalten werden.

 

Das Bedienpanel des MINICHEF ist schlicht und einfach gehalten - der Gasregler ist gut zu bedienen (Stufenlos) und der Knopf der Piezozündung ist farblich abgesetzt mit gutem Druckpunkt.

 

Unter dem Panel gehts ebenso weiter, kein filigraner Schnickschnack oder überfrachtete Technik... Ventil-Zünder-Gasschlauchanschluss-Fertig!

 

Der mitgelieferte Schlauch ist, inklusive Druckminderer, ca. 1m lang.

 

Jedes Teil ist problemlos austauschbar und anhand der Bedienungsanleitung die, inklusive einer Teilezeichnung,  dem Grill beiliegt,einfach einer Artikel-nummer zuzuordnen.

 

Sehr löblich.

 

Beim Blick unter den Grill erspäht man sofort die Auffangschale die sämtliche herabtropfende Flüssigkeiten und Fett während des Grillens auffangen. Es ist etwas fummelig diese wieder in die Schiene einzusetzen, wenn sie dann eingeschoben ist,sitzt sie allerdings perfekt.

 

Leider ist das Töpfchen aus lackiertem Stahlblech , hier hätte ich mir ein Edelstahltöpfchen gewünscht wie beim großen Bruder Ascona 570 G - dieses wäre nämlich Spülmaschinenfest.

 

Auf der rechten Unterseite am Gestell findet man auch das Typenschild mit den üblichen Angaben und der Seriennummer.
Diese sollte man sich für etwaige Bewährleistungsansprüche oder ähnlichem gleich, am besten auf der Log-in Card, notieren.

 

Man kann sich damit auch bei OUTDOORCHEF online registrieren, und geniesst dadurch einige Vorteile.
Mehr dazu auf der Homepage von outdoorchef.

 

Der Deckel, ebenfalls emailliert, ist leicht zu öffnen und zu schliessen, er klappt, anders wie beim großen Bruder Ascona, nicht schräg nach hinten, sondern gerade nach hinten weg und steht sicher im etwas überstreckten Winkel.
Befestigt ist der Deckel mit zwei Bolzen am Scharnier.
Ich finde diese Befestigungsmethode mit der alleinigen Sicherung durch zwei Sicherungsstifte wirklich gut, so ist der Deckel auch mal schnell demontiert.Vorne ziert die, wunderschön in Edelstahl/Schwarz gehaltene, Plakette mit dem Firmenlogo die Haube.
Darüber ist ein Standard-Thermometer angebracht, das einem die Temperatur anzeigt.
Erfahrungsgemäß weichen diese Thermometer von der realen Temperatur, direkt auf dem Rost, etwas ab, erklären kann man sich das durch die höhere Lage des Fühlers.
Schön wäre es gewesen wenn ODC dem Thermometer noch eine "Überwurfrosette" gesponsert hätte, diese hätte das Thermeter gleich noch etwas optisch hervorgehoben.
Aufpassen muss man, wenn man so wie ich eine große Hand hat.
Denn die Grifffläche ist zwar an sich während des Betriebes nicht heiss, jedoch muss man aufpassen, das man durch die geringe Breite des Griffes von 11 cm, nicht an die Seitenteile herankommt - die werden richtig heiss!

 

 

Das Gestell auf dem der Kessel des MINICHEF montiert ist, wird wie oben bereits erwähnt aus sehr stabilem, nylonverstärkten, Kunststoff hergestellt.
Der Schriftzug des Herstellers ist vorne und hinten eingefräst.
Da das Wort "Outdoorchef" an sich ja schon recht lang ist, finde ich besonders gelungen, das man das "Chef" etwas dicker gefräst hat... so lässt sich der Name bedeutend besser lesen.

 

 

Im Inneren des Grills findet man, unter dem emaillierten Grillrost mit 39 cm Durchmesser, das patentierte EASY Flip Trichtersystem vor.
Dieses hat u.a. auch der Ascona verbaut und ist mehr als genial.Dieses System hebt, meiner Meinung nach, die Gaskugelgrills von Outdoorchef weit von anderen Herstellern ab.
Die Grafik links erläutert kurz das System, für genauere Angaben steht natürlich alles ausführlicher auf der Homepage von ODC, bzw. steht euch auch der Fachhandel zur Verfügung.
Beide Trichter sind emailliert und durch die Bördelung am Rand sehr stabil.Durch die Anordnung des Trichters kann kein Fett ins Feuer gelangen, der gefährliche Fettbrand bleibt unter-bunden, und die Rauchentwicklung auf ein Minimum begrenzt.Somit ist er auch für den Einsatz auf dem Balkon einer Mietswohnung bestens geeignet.
Das ablaufende Fett wird durch den Trichter in die o.g. Fettauffangschale abgeleitet.Ein kurzes Aufheizen nach dem Grillen, mit anschliessendem Abbürsten des Rostes und des Trichters macht den Einsatz von Reinigungsmitteln eigentlich überflüssig.

 

 

Wenn der zweiteilige Trichter entfernt wird, sieht man auf das Herzstück des Grills:
der Ringbrenner mit einer Leistung, laut Hersteller, von stolzen 4,3 kW.
Dieser Wert ist für einen Grill in der Größenklasse schon sehr beachtlich.Der Brenner ist ebenfalls emailliert, der Zünder scheint keramisch zu sein.Die Halter für den Rost und Trichter sind genietet.
Die Schraubverbindungen sind mit einer Teflonscheibe gegen das Emaille geschützt sind, so ist sichergestellt das auch bei einem beherzteren Anziehen der Schrauben, beim Zusammenbau, nichts abplatzt.Der Ringbrenner ist an 3 Stellen mit dem Kessel verbunden.Auch hier gibts alle Teile, laut Anleitung, als Ersatzteile!

 

 

Zusammenfassung:
Vorteile:

 

  • geringer Platzbedarf u. Gewicht

  • patentiertes Easy Flip System

  • extrem einfache Reinigung

  • 4,3 kW für große Hitze wenn nötig

  • stufenlose Regelung der Temperatur

  • zuverlässige Piezozündung ohne Batterie

  • alle Ersatzteile verfügbar

 

Nachteile:

 

  • Griff etwas schmal

  • Fettauffangbehälter nicht aus Edelstahl (Spülmaschine

 

 

Mein Fazit:

 

Der Outdoorchef P-420 G MINICHEF ist ein kleiner(er) Grill der auf der einen Seite mit seiner einfachen Bedienung und teilweise schlichten Optik daher kommt, auf der anderen Seite aber durch einfaches Handling, geringes Stellmaß und die durchdachte Technik bei mir voll und ganz gepunktet hat.

 

Dieser Grill ist sicherlich sehr interessant für Nutzer die einen etwas kleineren Balkon bzw. eine kleinere Terasse zur Verfügung haben.

Die Rauchentwicklung hält sich sehr in Grenzen, der gesundheitsschädliche Fettbrand bleibt gänzlich aus.

 

Aber auch als Zweitgrill ist er durch sein patentiertes Trichtersystem, mit der wirklich großen indirekten Grillfläche auch nicht zu verachten und wird bei mir sicherlich auch zukünftig sehr oft eingesetzt werden.

 

Wenn man den Trichter in die "Direkt"-Stellung dreht, passt mein Wok wunderbar drauf (Trichteröffnung mit "Direktbeschuss" sind 19 cm), ein super Ersatz für einen Seitenbrenner ;-)

 

Das angebotene Zubehör kann sich ebenfalls sehen lassen, so gehört unter anderem ein Pizzastein, Fisch Racks, eine Aromapfanne, eine Grillplatte oder aber auch ein zweiteiliges Gourmetset zum Sortiment und lässt eigentlich keine Wünsche offen.

 

Es gibt auch eine Elektrovariante dieses Gerätes, den P-420 E MINICHEF !

 

Mehr dazu auf www.outdoorchef.de

 

Vielen Dank fürs Lesen meines kleinen Berichtes über den neuen P-420 G MINICHEF aus dem Hause Outdoorchef.

 

Ein Video dazu gibts bei YouTube

 

Viele Grüße

Euer "Schwabengriller" Stefan

 

 


 

* Solltet ihr über meine Links etwas bei einkaufen, bekomme ich eine kleine Provision dafür.
Für Euch ändert sich nichts am Preis, ich sehe auch nicht wer was bestellt hat ;-)
mit dieser Provision unterstützt ihr mein Projekt "der Schwabengriller" und ich kann euch auch zukünftig mit solchen Tests bei der Kaufentscheidung etwas behilflich sein.