No.1 F 60 Air Kugelgrill von RÖSLE

04.07.2016

Ich berichte heute über den neuen RÖSLE No. 1 F60 Air den ich seit ca. 6 Wochen in Gebrauch habe.

Da der Sommer ja etwas auf sich warten lies, konnte ich den RÖSLE No. 1 F60 Air in den ersten Wochen leider noch nicht sooo testen wie ich es gerne gemacht hätte,dafür kommt er jetzt gerade sehr oft in Einsatz,sowohl für den „deutschen“ Einsatz („schnell und heiss“-eben flachgrillen) als auch für long jobs wie große Braten und spare ribs.

Eins vornweg, ich war extrem skeptisch was diese Luftregelung betrifft.

Anlieferung und Verpackung

Der Karton des F60 ist riesig!!!!

Er wurde mit der Spedition pünktlich angeliefert, und zwar auf einer Holzpalette!

Das Paket ist verdammt schwer und der Grill ist super verpackt,ich musste keinerlei „Transportschaden“ feststellen.

Aufbau

Nachdem ich den Grill ausgepackt habe (am besten alle Teile erst einmal sauber nebeneinander auf einen schützenden Untergrund, z.B. eine Decke, legen) ging der Zusammenbau ratzfatz!

Dadurch das ich für ein „unboxingvideo“ für meinen Youtube-kanal jeden Schritt fotografiert habe, dauerte das auspacken wirklich länger als der Aufbau!

Der Aufbau war nach 25 Minuten erledigt, und das ohne Zeitdruck und fluchen :-)

Wichtig ist beim Anbringen des eigentlichen Air-Control-System an den Kessel, das man die Schrauben erst locker ansetzt ,und dann ,wenn alle Schrauben angesetzt sind, festzieht.


erster Eindruck

Der Grill ist sehr wertig verarbeitet, lediglich die etwas schlampig verarbeiteten Schweißnähte (siehe Bild mit rotem Kreis) im Bereich der Räder stören bei ganz genauem hinsehen etwas,sonst ist alles Top!

 

Die Räder sind schön breit, mit Gummi ausgestattet und erlauben so auch einen guten Transport zu meinem „Grill-Nachtschlafplatz“ zu der es über eine Wiese geht.

Der Deckel ist nur mit einem Splint fixiert, das finde ich super, so ist dieser sehr schnell an- und abgebaut.

Das Gestell ist sehr modern gehalten, ein geschwungenes Stahlrohr hält den Kessel optisch sehr schön,auch die „Reling“ die um besagten Kessel geht ist praktisch zum Anhängen von Grillzubehör wie Zange,Handschuhe oder Thermometer.

 

Schwach finde ich allerdings das man das dafür benötigte Hakenset extra dazukaufen muss…liebes Team von RÖSLE: der Grill ist für einen Holzkohlegrill PREISLICH schon eher gehobene Klasse, hier wäre es schön gewesen wenn man die Haken mitliefern würde!

Bedingt durch das o.g. Stahlrohrgestell schwingt er Grill etwas bei Bewegung,im Grillbetrieb stört das aber keineswegs.


Was allerdings etwas schlecht ist, ist der fehlende Rohrschutz an der Unterseite des Gestells im Bereich der Räder (siehe Bild mit rotem Pfeil) ,sobald man den Grill nämlich über eine Stufe zieht, „rubbelt“ es an dieser Stelle am Stahlrohr.

Das Deckelhermometer ist optisch sehr hübsch angebracht, allerdings,wie bei jedem anderen Grill von jedem anderen Hersteller eher nur etwas für die Optik.

Der Kohlerost ist aus 5mm starken Rundstählen und kommt extrem massiv daher.Der eigentliche Grillrost, aus Edelstahl, ist links und rechts aufklappbar um Kohle nachzufüllen und, und das IST DER HAMMER, mittig ebenfalls teilbar-so passt er ,wenn auch sehr knapp, in unsere Spülmaschine – genial!!!!!!!!

Allerdings macht RÖSLE Werbung mit einem Grillrostdurchmesser von 60 cm – das stimmt nicht! Es sind genau 58 cm!!!

 

Die Kohlekörbe sind ebenfalls durchdacht,so lassen sich diese ineinander verhaken bei der Befüllung, somit ist die Gefahr des auseinanderutschens gebannt, und sie lassen sich auch in den eigentlichen Grillpositionen einhaken.


Air-Control-System

Das Herzstück des neuen Grills funktioniert überraschend gut,die Regelung klappt!

Allerdings sollte man sich dafür Zeit lassen und auf keinen Fall oben und unten anfangen „wild herumzudrehen“…das wird dann nichts!

Bei einem long job habe ich so, mit einer Korbfüllung (mit guten Briketts!) eine dauerhaft anhaltende Temperatur von über 4 Stunden hinbekommen – und es waren vielleicht gerade einmal 2 Kilo Brikett!!!

Für mich ist das wirklich klasse.

 

Wenn man den Knopf über den Zustand „max“ hinaus dreht öffnet sich die Arretierung des Aschebehälters und man kann ihn im (kalten) Zustand entnehmen.

Hier bin ich der Meinung das evtl. ein Behälter aus Edelstahl besser gewesen wäre…wenn man besagten Behälter nämlich fallen lässt,was aufgrund eines fehlenden Griffes sicherlich mal passieren kann, platzt das emaille sicherlich ab.Natürlich wäre dies Optisch gesehen nur Platz 2 ;-)

Reinigung

Die Reinigung ist, für einen Kohlegrill, denkbar einfach:Abkühlen lassen, Grillrost zusammenklappen und ab in die Spülmaschine,Asche mit Handfeger in Aschbehälter kehren, diesen dann raus, und wenn man es ganz sauber haben will schüttet man eben noch einen Eimer heisses Wasser mit etwas Spülmittel o.ä. in den Kessel-fertig!


Fazit und Zusammenfassung

Der RÖSLE No. 1 F 60 AIR gefällt mir wirklich gut.
Er ist durchdacht, und qualitativ absolut oberes Level!
Andere Grillsportgerätehersteller können da nicht mithalten bzw. zahlt man bei diesen viel Geld für den Namen.

Absolutes Highlight ist für mich das Luftkontrollsystem und der klappbare Rost –> 100 Punkte!

An den fehlenden Haken und den Schweißnähten könnte man arbeiten, sind aber eher „Luxusprobleme“ 🙂

Uneingeschränkte Kaufempfehlung von mir – ich berichte aber sofort wenn sich irgendwas gravierend ändern wird!
Natürlich bietet RÖSLE alle Arten von passendem Zubehör an, so sind beispielsweise Abdeckhüllen, Warmhalterost oder Seitenablage optional und passend erhältlich.

Weiter so RÖSLE – tolle Technik zum ,noch, akzeptablen Preis!

Nachtrag vom 10.07.2016: inzwischen vermisse ich doch massiv eine Möglichkeit das Kabel des Kerntemperaturmessgerätes schadlos nach außen zu bekommen – bei dieser Kugel fehlt mir eine Durchführung, die Entlüftung am Deckel ist keine Option da dann die Kabel zu kurz sind.

 

 

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